Hülkenberg-Disqualifikation: ART legt Protest ein
17. Juli 2008 - 11:14 Uhr
Ein defekter Feuerlöscher war nach Ansicht von ART die Urasche für das Gewichtsdefizit von Nico Hülkenberg, das zu seiner Disqualifikation führte
Nico Hülkenbergs Feuerlöscherfahrt am Samstag in Zandvoort
Nico Hülkenberg und sein ART-Team haben Protest gegen die Disqualifikation von Zandvoort eingelegt. Beim neunten Saisonlauf der Formel-3-Euoserie sah der Deutsche als Erster die Zielflagge, bevor sein Dallara bei der technischen Kontrolle um drei Kilogramm zu leicht befunden wurde.
Als Begründung stellte sich heraus, dass sich der On-Board-Feuerlöscher während des Rennens ungewollt entleerte. Allerdings soll sich das Gesamtgewicht des Feuerlöscher-Inhalts auf 2,6 Kilogramm belaufen, was nach wie vor eine Diskrepanz von 0,4 Kilogramm als Erklärungsbedarf hinterließe.
Koudai Tsukakoshi (Manor Motorsports) passierte ein ähnlicher Vorfall, der Japaner fuhr schaumbedeckt in die Boxengasse, während sich Hülkenbergs Feuerlöscher gemäß ART-Boss Frederic Vasseur hauptsächlich in Richtung Motorraum entleerte.
"Plötzlich wurde mein Visor feucht", berichtete Hülkenberg gegenüber 'Autosport'. "Ich dachte, es würde regnen, aber als ich darüber wischte stellte ich fest, dass es kein Wasser war." ART hat nun vor allem das Problem nachzuweisen, dass und warum der Feuerlöscher irrtümlich losgegangen ist.